Wozu Bildungshäuser

Das Land Baden-Württemberg setzt seit Mitte der 90 Jahre deutliche Akzente in der frühkindlichen Bildung. Hintergrund sind die Erkenntnisse zur kindlichen Hirnentwicklung, die unterstreichen, dass diese zwar bestimmten allgemeinen Abläufen folgt, dabei aber von dem abhängt, was das Kind aus seiner Umwelt an Anregungen erfährt. Jede Entwicklung verläuft somit individuell.

Über die bisherige Kooperation hinaus soll sich Kindergarten und Grundschule zu einem pädagogischen Verband weiterentwickeln. Es soll die Zusammenarbeit zwischen den beiden Bildungsinstitutionen ausgebaut und verbessert werden. Mit dem Projekt „Bildungshaus 3-10“ wird eine neue Form der Zusammenarbeit modellhaft und wissenschaftlich erprobt. Daher ist das Bildungshaus altersgemischt angelegt und orientiert sich an den Voraussetzungen, Potenzialen und Talenten sowie dem jeweils eigenen Tempo des einzelnen Kindes.

Das Miteinander von Kindern verschiedener Altersstufen ist durch das fast weggefallene Geschwisterlernen ein Mehrwert, der im Bildungshaus gelebt und erprobt werden kann.

Die Kinder werden zur Solidarität und Verantwortungsbereitschaft, sowie zur Selbstständigkeit, Gemeinschaftsfähigkeit und Lernfreude hingeführt. Dabei orientieren sich die pädagogischen Fachkräfte beider Institutionen an den persönlichen Bedürfnissen und der individuellen Lebenssituation der Kinder.